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19.11.2014

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tens zum Jahr 2040 und von 80 Prozent spätestens bis zum Jahr 2050 vorgegeben

(§ 1 Abs. 2 EEG 2012).

Das aktuell geltende EEG 2014 legt in § 1 Abs. 2 fest, dass der entsprechende Anteil

Erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch bis zum Jahr 2025 40 bis 45 Prozent

betragen soll und bis zum Jahr 2035 55 bis 60 Prozent. Der Gesetzgeber bleibt hierbei

bei seiner Zielsetzung, dass bis 2050 mindestens 80 Prozent des deutschen Brut-

tostromverbrauchs durch Erneuerbare Energien gedeckt werden sollen.

BT-Drs. 18/1304, S.1.

Aktuell dürfte der Anteil der Erneuerbaren Energien am Stromverbrauch deutschland-

weit ca. 25 Prozent ausmachen. Hierbei sind ca. 8 Prozentpunkte auf Strom aus Wind-

energie zurückzuführen.

Beweis:

Damit beträgt im Bundesdurchschnitt der Windkraftanteil an den Erneuerbaren Ener-

gien ca. 32 Prozent.

In Bayern wurden sogar ca. 34 Prozent des Stromverbrauchs im Kalenderjahr 2013

durch Erneuerbare Energien abgedeckt. Ende 2013 waren hierbei in Bayern 652

Windenergieanlagen mit ca. 1120 Megawatt Leistung installiert. Im Jahr 2013 wurden

98 neue Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von über 250 Megawatt errich-

tet, im Durchschnitt hatte jede Anlage, die im Jahr 2013 errichtet wurde, damit über 2,5

MW installierte Leistung.

Beweis:

Durch die Festlegung konkreter Zielausbaupfade in § 3 EEG 2014 legt der Bundesge-

setzgeber deutlich fest, welche Erneuerbare Energien in welcher Weise ausgebaut

werden sollen: den größten Anteil soll hierbei künftig eindeutig die Windenergienutzung

ausmachen. An Offshore-Windenergieanlagen sollen 6.500 bis 15.000 Megawatt pro

Kalenderjahr hinzugebaut werden, Binnenland-Windenergieanlagen sollen einen Net-

tozubau von 2.500 Megawatt pro Jahr erfahren. Ebenso soll Strom aus solarer Strah-

lungsenergie mit 2.500 Megawatt pro Jahr einen erheblichen Anteil ausmachen, wäh-

rend Biomasse nur bis 100 Megawatt pro Kalenderjahr Zubau erfahren soll. Damit wird

deutlich, dass der Bundesgesetzgeber für die Erreichung der Ziele der Energiewende

zu einem wesentlichen Anteil auf den weiteren Ausbau der Windenergienutzung setzt.

Dies wird auch in der Gesetzesbegründung deutlich, in der es wörtlich heißt:

„Vor dem Hintergrund der in den letzten Jahren stark gestiegenen

EEG-Umlage soll der Fokus des Ausbaus in Zukunft auf den kosten-

günstigeren Technologien wie Wind an Land und Photovoltaik liegen.

Für beide Technologien ist deshalb ein jährlicher Ausbau von

2.500 MW vorgesehen. Im Fall der Windenergieanlagen ist dies im

Vergleich zu den letzten Jahren ein deutlicher Anstieg der zugebaut

Leistung, da seit 2009 im Mittel nur ca. 2.000 MW pro Jahr installiert

wurden.“